Behandlung gegen Chlamydien

Chlamydien sind wahrscheinlich die häufigste sexuell übertragbare Krankheit und sind insbesondere unter jungen Menschen geläufig. Sie können potentiell ernsthafte Komplikationen verursachen, es gibt allerdings effektive Behandlungen. Bevor Sie eine Behandlung in Betracht ziehen, muss eine richtige Diagnose gestellt werden. Ein einfacher Weg für eine akkurate Diagnose ist es, einen Test auf Geschlechtskrankheiten oder einen Chlamydientest in Ihrem Zentrum für Sexuelle Gesundheit oder bei Ihrem Arzt vorzunehmen. Selbsttest sind eine weitere Alternative, diese können in vielen Apotheken oder online Apotheken gekauft werden. Eventuell sind sie sogar kostenlos in Ihrem Zentrum für Sexuelle Gesundheit verfügbar oder in Ihrem Krankenhaus.

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Die richtige Behandlung heilt die Infektion. Wenn die Medikamente richtig angewandt werden, stoppen sie die Infektion und senken die Wahrscheinlichkeit, spätere Komplikationen zu erleiden. Medikamente gegen Chlamydien sollten mit niemandem geteilt werden. Wiederkehrende Infektionen mit Chlamydien sind häufig. Sie sollten sich noch einmal, drei Monaten nach der Behandlung testen lassen auch wenn Ihr Sexualpartner behandelt wurde.

Chlamydien werden mit Antibiotika behandelt
Normalerweise werden Chlamydien mit Antibiotika behandelt, die, sofern korrekt angewandt, zu mindestens 95 Prozent effektiv sind. Häufig angewandte Antibiotika zur Behandlung von Chlamydien sind Azithromycin oder Doxycyclin Kapseln. Es können auch andere Antibiotika eingesetzt werden. Eine Behandlung gegen Chlamydien umfasst die Einnahme von Antibiotika in Tablettenform, häufig als einzelne Dosis oder über einen längeren Zeitraum (bis zu zwei Wochen).

Sollte ein hohes Risiko bestehen, dass Sie infiziert sind, können Sie mit der Behandlung starten bevor die Testresultate zurück sind. Sie werden immer einer Behandlung unterzogen, wenn Ihr Partner Chlamydien hat.

Eventuell brauchen Sie auch anderweitige Mittel, falls Komplikationen auftreten. Lassen Sie den Arzt oder die Schwester wissen, sollten Sie schwanger sein, den Verdacht einer Schwangerschaft haben oder wenn Sie stillen. Diese Umstände beeinflussen die Art der Antibiotika, die Ihnen verschrieben wird.

Derzeit gibt es keinerlei Beweise dafür, dass ergänzende Therapien Chlamydien heilen können.
Bitte befolgen Sie die Anweisungen sorgsam und führen Sie eine komplette Behandlung durch. Haben Sie keinen Geschlechtsverkehr, bis Sie erfolgreich behandelt wurden und als geheilt gelten. Stellen Sie sicher, dass Ihr Sexualpartner ebenfalls behandelt wird. Anderenfalls ist es wahrscheinlich, dass Sie wieder infiziert werden.

Tun Sie alles Mögliche, um auch Ihre ehemaligen Partner davon zu überzeugen, sich testen zu lassen!
Augeninfektionen durch Chlamydien werden oft mit Azithromycin Augentropfen behandelt. Orale Antibiotika können eine notwendige Ergänzung sein.

Ich wurde gegen Chlamydien behandelt. Wann darf ich wieder Geschlechtsverkehr haben?
Sie sollten keinen Geschlechtsverkehr haben bevor Sie und Ihr Partner die Behandlung nicht abgeschlossen haben. Verschreibt Ihr Arzt Ihnen eine einzelne Dosis des Medikaments, warten Sie sieben Tage nach der Einnahme, bis Sie Geschlechtsverkehr haben. Verschreibt Ihnen Ihr Arzt ein Medikament, das Sie sieben Tage einnehmen sollen, sollten Sie warten bis alle Dosen des Medikaments aufgebraucht sind.

Was passiert, wenn ich nicht behandelt werde?
Der anfängliche Schaden, den Chlamydien verursachen, bleibt oft unbemerkt. Dennoch können Chlamydien zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen.

Sollten Sie eine Frau sein, können unbehandelte Chlamydien sich in Ihrem Uterus und in den Eileitern (die Leiter, die die befruchteten Eier von den Eierstöcken in den Uterus transportieren) ausbreiten und so eine entzündliche Beckenerkrankung verursachen (PID). PID weist häufig keine Symptome auf, dennoch können bei manchen Frauen Unterleibsschmerzen und Beckenschmerzen auftreten. Auch wenn die Symptome anfänglich nicht auftreten, kann PID permanente Schäden Ihrer Fortpflanzungsorgane und Langzeitschmerzen verursachen, , wie die Unfähigkeit, schwanger zu werden und möglicherweise eine tödliche ektopische Schwangerschaft (Schwangerschaft außerhalb des Uterus).
Männer haben selten gesundheitliche Probleme, die durch Chlamydien verursacht wurden. Die Infektion breitet sich gelegentlich auf die Leiter aus, die die Spermien von den Hoden transportieren, was zu Fieber und Schmerzen führen kann. Selten führen Chlamydien bei Männern dazu, dass sie keine Kinder mehr bekommen können.